Bodenwäsche

Beschreibung des Verfahrens
In einer Bodenwaschanlage wird das Aushubmaterial mit Wasser aufgeschlämmt und in Läuterapparaten (Waschtrommel, Schwertwäscher, etc.) intensiv mechanisch bean- sprucht. Dabei werden Schadstoffe von den Oberflächen der Bodenpartikel freigesetzt. In mechanischen Klassier- und Sortiereinrichtungen wird das Material nach Korngrössen fraktioniert und die Schadstoffe vom Kiessand abgetrennt. Beim Waschen werden auch nicht schadstoffhaltige aber die nachfolgende Verwertung störende Bestandteile entfernt (Eisenschrott, Holz, ev. Ziegel, ev. Backstein, andere anthropogene Bestandteile). Eine dem Stand der Technik entsprechende Bodenwaschanlage verfügt in der Regel über Dichte-sortiereinrichtungen in der Kies- und Sandfraktion sowie über eine Attrition und Sand- flotationsanlage. Zudem ist eine Kreislaufführung des Prozesswassers mit einer Prozess-wasseraufbereitung Bestandteil einer Bodenwaschanlage.

 

Die Schadstoffe werden in einer im Vergleich zum gereinigten Aushub massemässig ge- ringen Fraktion (Filterkuchen) konzentriert. Der belastete Filterkuchen wird in Zementwer- ken als Rohmehlersatz verwertet oder auf eine geeignete Deponie verbracht.

 

Die Bodenwäsche ist für kiesiges und sandiges Aushubmaterial ein sehr gutes und wirk- sames Reinigungsverfahren.

 

Schadstoffe
Die Bodenwäsche ist für die meisten Schadstoffarten geeignet (z.B. Mineralöle, PAK, PCB, Schwermetalle). Die Schadstoffe können in einer dem Stand der Technik entsprechenden Anlage in der Regel bei Aushubmaterial mit einem Faktor 10 - 40 (Abreicherungsfaktor 10 für Schwermetalle, 40 für Organika) aus den Produkten (Kies und Sand) ausgewaschen werden. Bei Beton und Mischabbruch ist mit deutlich geringeren Abreicherungsfaktoren zu rechnen.

 

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