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Thermische Bodenreinigung
Beschreibung des Verfahrens
Bei der thermischen Bodenreinigung wird das belastete Aushubmaterial in ein beheiztes Drehrohr eingebracht. Die organischen Schadstoffe werden aufgrund der im Drehrohr herrschenden Temperaturen entweder oxidiert oder verdampft. Die benötigte Temperatur ist von den Siedepunkten der vorhandenen Schadstoffe abhängig.
Die Beheizung des Drehrohrs kann entweder direkt oder indirekt erfolgen. Im direkten Verfahren befindet sich im Drehrohr eine offenen Flamme und es stellen sich Temperaturen von 1'000 bis 1'200°C ein unter denen die organischen Schadstoffe vollständig verbrannt werden. Bei indirekter Beheizung ist das Drehrohr abgedichtet und die erforderliche Wärme wird über den Mantel des Rohres von aussen zugeführt. Das Material wird dadurch unter Ausschluss von Sauerstoff bei Temperaturen bis 600°C pyrolysiert. Eine Verbrennung der organischen Schadstoffe erfolgt erst in einer nachgeschalteten Verbrennungskammer.
Die thermische Bodenbehandlung ist mit einem hohen technischen Aufwand verbunden, da wegen der erhöhten Freisetzung von Schadstoffen eine leistungsfähige Rauchgas-reinigung eingesetzt werden muss.
Schadstoffe
Mit der thermischen Bodenbehandlung ist in der Regel eine nahezu vollständige Abtrennung und Zerstörung von organischen Schadstoffen möglich. Sowohl flüchtige organische Substanzen, z.B. Lösungsmittel, Benzin, BTX, aber auch schwerflüchtige organische Ver- bindungen, z.B. Mineralöle, PAK, PCB, Dibenzodioxine, Dibenzofurane sind für thermische Verfahren geeignet.
Schwermetalle hingegen können mit einem thermischen Verfahren weder abgetrennt noch zerstört werden. Eine Ausnahme bildet das leichtflüchtige Quecksilber, das bei geeigneter Rauchgasreinigung abgetrennt werden kann.
