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Zementwerk
Die Voraussetzung für die Anwendung dieses Verfahrens ist, dass das Zementwerk über eine für organische Stoffe geeignete Abgasreinigung verfügt.
Das Aushubmaterial wird nach entsprechender Vorbereitung (Brechen, Mahlen) in das Drehrohr der Zementanlage eingebracht und bei Temperaturen bis zu 1500°C zu Klinker gebrannt. Organische Schadstoffe werden beim Brennprozess vollständig oxidiert. Schwer flüchtige anorganische Schadstoffe (Schwermetalle) werden unlöslich in den Klinker eingebunden.
Schadstoffe
Nur organische Schadstoffe können im Drehrohr eines Zementwerkes zerstört werden. Daher dürfen nur Materialien mit einem organischen Schadstoff-Leitparameter im Zement- werk als Rohmehlersatz verwertet werden.
Die Schwermetalle aus den Abfallstoffen werden im Zementofen in den Klinker ein- gebunden. Damit keine Schwermetallanreicherung im Klinker stattfindet, müssen die Schwermetallrichtwerte der Positivliste B der BUWAL-Richtlinie „Entsorgung von Abfällen in Zementwerken" (1998) eingehalten werden. Die Schwermetallgehalte müssen hierbei auf den Feinkornanteil des Materials umgerechnet werden.
